Die Perspektive von Sorgetragenden ist in den entscheidenden Positionen stark unterrepräsentiert (Bundestag, Lobbyverbänden und Ministerien). Die Probleme vor welchen Familien tagtäglich stehen werden nicht angegangen.
In Corona-Zeiten haben wir gesehen, was unser Land wirklich am Laufen hält! Vor allem Mütter haben in dieser Zeit die wegfallenden staatlichen Leistungen auf Kosten Ihrer Gesundheit kompensiert! Die häusliche Sorgearbeit sollte im BIP abgebildet werden.
Die aktuellen gesetzlichen Regelungen sind in meinen Augen zumindest in Teilen verfassungswidrig! Die Höhe von Unterstützungsleistungen orientieren sich meist am Einkommen (Elterngeld, Rente). PROBLEM: Die Einkommen orientieren sich wiederum nicht am gesellschaftlichen Nutzen, sondern allein am wirtschaftlichen Nutzen. Sorgearbeit wird marginalisiert und Sorgetragende (überwiegend Frauen) benachteiligt.
Die Agenda 2035 bietet Lösungen für folgende Probleme:
- Kitakrise
- Bildungsmisere/ Pisa Schock
- Kinderarmut
- Fachkräftemangel in Behörden und Wirtschaft
- Stigmatisierung von Bürgergeldempfänger*innen
- Hohe Schulabbrecherquote
- Rentenkrise
- Misstrauen in den Staat und Erstarken rechter Kräfte
- Bürokratie, Doppelstrukturen und Komplexität von Sozialleistungen
- Schere zwischen Arm und Reich wächst stetig
- Geburtenrückgang und zunehmende Kinderfeindlichkeit
- Benachteiligung von Müttern auf dem Arbeitsmarkt/ fehlende Gleichberechtigung
Mithilfe der Reformen könnten folgende Behördenstrukturen entfallen:
- Kindergeldstellen
- BaföG Stellen
- Elterngeldstellen
- Jobcenter
So könnte enorm viel Geld eingespart werden, welches vorrangig in den Bildungssektor investiert werden sollte!!
(Judith Münter)