Grunderbe anstatt Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag (14 – 25 Jahre) und Bafög
Der Chancenbonus ist ein Vorschlag, der jungen Menschen mit einem Schulabschluss der 9. Klasse ein finanzielles Startkapital von 20.000 € in Form eines Aktienfonds bereitstellt, anstelle von Kindergeld und klassischem BAföG. Ziel ist es, Chancengleichheit zu erhöhen, früh finanzielle Verantwortung zu vermitteln und systematische Benachteiligungen, insbesondere für Jugendliche aus armen Familien, zu adressieren.
Die Summe wird bei einem späteren Erbe zurückgezahlt, was eine solidarische Finanzierung der nächsten Generation ermöglicht.
1. Wie lässt sich der Betrag von 20.000 Euro herleiten?
Der Betrag von 20.000 € basiert auf mehreren Überlegungen:
- Grundkapital für Start ins Berufs- und Erwachsenenleben: Jugendliche sollen direkt über ein ausreichendes Polster verfügen, um Weiterbildung, Ausbildung oder berufliche Chancen zu finanzieren.
- Alternative zu BAföG: der Chancenbonus ersetzt es durch ein einmaliges, wachstumsorientiertes Kapital.
- Langfristige Wirkung durch Aktienfonds: Durch Investition in einen breit gestreuten Fonds kann das Geld über Jahre wachsen, wodurch der reale Wert steigt und die Chancen auf finanzielle Stabilität erhöht werden.
2. Für welche Zwecke sollte der Betrag verwendet werden?
Das Chancenbonus-Grunderbe kann vielseitig eingesetzt werden:
- Berufsausbildung oder Weiterbildung: Lehrgänge, Kurse, berufliche Zertifikate
- Existenzgründung oder Unternehmertum: Startkapital für selbstständige Projekte
- Wohn- und Lebenshaltungskosten während Ausbildung oder Studium
- Vermögensaufbau: langfristige Investitionen über den Fonds, um finanzielle Unabhängigkeit zu sichern
Die Idee ist, verantwortungsvolle Nutzung zur Verbesserung der eigenen Lebensperspektiven zu fördern.
3. Wie stellt man sicher, dass mit dem Geld „verantwortungsbewusst“ umgegangen wird?
Um verantwortungsvollen Umgang zu gewährleisten, sind folgende Maßnahmen vorgeschlagen:
- Treuhandmodell: Das Geld wird zunächst in einem Treuhandfonds verwaltet, bis bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (z. B. Abschluss der Ausbildung oder Volljährigkeit).
- Finanzielle Bildung: Begleitende Schulungen in Budgetplanung, Sparen, Investieren und Risikomanagement
- Beratungspflicht: Professionelle Beratung durch Finanz- oder Sozialberater, insbesondere vor größeren Auszahlungen oder Investitionsentscheidungen
- Monitoring und Reporting: Regelmäßige Rückmeldungen über Fondsentwicklung und Verwendung, um Transparenz zu gewährleisten
4. Welche zusätzlichen Maßnahmen sind notwendig?
Besonders Mütter sind in finanziellen Themen systematisch benachteiligt, z. B. bei Altersvorsorge, Gender Pay Gap oder Elternzeit. Zusätzliche Maßnahmen sind daher entscheidend:
- Finanzielle Bildung speziell für Frauen: Workshops zu Altersvorsorge, Investieren, Steuer- und Rententhemen
- Mentoring und Coaching: Unterstützung bei Karriereplanung, Einkommenssteigerung und Vermögensaufbau
- Absicherung in Elternzeit: Modelle, die Kosten der Altersvorsorge und finanzieller Beiträge während Erziehungszeiten abdecken
- Netzwerke und Plattformen: Austausch und Information über Gender Pay Gap, berufliche Chancen und finanzielle Rechte
5. Fazit: Chancenbonus als Investition in Zukunft
Der Chancenbonus ist mehr als Geld – er ist ein Instrument für Chancengleichheit und finanzielle Selbstbestimmung. Das einmalige Grunderbe von 20.000 € in Form eines Aktienfonds ermöglicht jungen Menschen, insbesondere Frauen, selbstbewusst in die Zukunft zu starten, ihre Bildung und beruflichen Perspektiven zu gestalten und langfristig Vermögen aufzubauen.
Kombiniert mit finanzieller Bildung, Beratung und Mentoring bietet der Chancenbonus die Möglichkeit, systemische Benachteiligungen auszugleichen und nachhaltige finanzielle Eigenständigkeit zu fördern.